Die Geschichte der Kur

Die Geschichte der Kur hat seinen Ursprung in der Antike. Neben dem Arzt Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.) und dem Arzt Galenus von Pergamon (130-200 n. Chr.) spielte die Götterverehrung des Gottes Aeskulap eine große Rolle. Die Tempelanlagen, die zu seiner Verehrung erbaut wurden, sind die Ursprünge der späteres Sanatorien und Kureinrichtungen. Es handelte sich um weitläufige Anlagen mit Schlafsälen, Übungsräumen zur körperlichen Ertüchtigung (Gymnasium), Bibliotheken, Theatern und Säulengängen.

Neben den rituellen Waschungen und Bädern wurde dem Schlaf, insbesondere den Träumen eine große Bedeutung zugesprochen und sie wurden als Schlüssel zur Heilung angesehen. Gespräche mit dem Arzt darüber waren essentiell und wichtig. Ebenso bestand die Therapie unter anderem in Entspannungsübungen, Imaginationen, Heilmassagen und Musik. Das Ziel war stets die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Kur konnte mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Die Kultur der Gesundung durch Wasser (sanus per aquam) übernahmen die Römer in Ihren Thermen. Im Mittelalter trat die Kurtradition in den Hintergrund und wurde erst wieder im 16. Jahrhundert mit der Renaissance belebt und fand im 19. Jahrhundert in mondänen Badeorten in Europa einen Höhepunkt.